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Pressemitteilung: Projektstart Bonndemic

Stadtgesellschaft in und nach der Pandemie

Die Veränderung des Alltags am Beispiel der Stadt Bonn


Die Covid19-Pandemie verändert unseren Alltag. Die Maßnahmen zur Ansteckungsvermeidung greifen in alle Lebensbereiche ein, vor allem der städtische Raum als besonders verdichteter Lebensraum ist betroffen. Alltägliche Lebenswelten werden in der Krise auf die Probe gestellt. Gleichzeitig entstehen in der Stadt besonders schnell innovative und experimentelle Formen des Umgangs mit dieser Ausnahmesituation. Während der Pandemie werden so die Grenzen zwischen öffentlichen, privaten und digitalen Räumen verschoben und neu verhandelt.
Ziel des Projektes ist es darzustellen, wie sich Regulierungen des öffentlichen Lebens auf alltagsweltliche Räume und Praktiken in der Stadt auswirken. Wie verändert sich der Alltag in und nach der Pandemie für die Bonner und Bonnerinnen? Das Forschungsprojekt wird drei Bereiche des städtischen Alltags besonders untersuchen: Michaela Ressing und Ruth Eggel fragen, wie trotz Social Distancing „Nähe auf Abstand“ entsteht und wie sich städtische Begegnungsorte verändern. Jana Brass und Victoria Huszka interessieren sich für Räume und Praktiken des Feierns, die Junge Erwachsene in der Krise entwickeln und nutzen. Und Jasmin Sina und Valeska Flor untersuchen wie im Protest soziale Medien und Straße zu digitalen und analogen Möglichkeitsräumen werden.

Mit einem Kick-Off-Meeting ist am 01.10.2020 das Projekt „Urbane Kulturen in und nach der Pandemie. Transformationen alltagsweltlicher Räume und Praktiken am Beispiel Bonn“ an der Abteilung Kulturanthropologie der Universität Bonn gestartet. Das Projekt mit dem Kurztitel Bonndemic wird durch die Argelander Grants zur Förderung von Forschungs- und Outreach-Projekten gefördert. Als Kooperationspartner konnten das LVR-Institut für Regionalgeschichte und Landesgeschichte sowie das Kulturdezernat der Stadt Bonn gewonnen werden.
 

Aufruf an alle Bonner*innen:

Wir interessieren uns für Ihre persönlichen Erlebnisse, Eindrücke und Meinungen zu den drei Themen der Forschung! Deshalb laden wir Sie dazu ein, uns in persönlichen oder digitalen Gesprächen/Interviews von Ihren Erfahrungen während der Pandemie in Bonn zu berichten:

BEGEGNEN: Wie beeinflussen Social Distancing & Co Ihren Alltag in der Pandemie? Wie erleben Sie diese Veränderungen im Stadtraum? Wie verändern sich für Sie dadurch Begegnungen mit Fremden, Freunden und Familie? Welche Möglichkeiten haben sich für Sie ergeben, um „Nähe auf Abstand“ herzustellen?

FEIERN: Wie feierst du / feiern Sie in der Pandemie? Wie wirken sich das Infektionsgeschehen und die Schutzmaßnahmen darauf aus, wo, wie und mit wem du feierst / Sie feiern? Dieser Aufruf richtet sich besonders an junge Erwachsene (ab 18).

DEMONSTRIEREN:
An alle Demonstrant*innen der Klimabewegung: Wie engagieren Sie sich unter den besonderen Bedingungen der Pandemie? Welche Schwierigkeiten oder Möglichkeiten erleben Sie (on- und offline)?

Kontakt: bonndemic [at] uni-bonn.de

 

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