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How to Train Climate Active/Conscious Citizens. A Study of Climate Leadership and Agency

Projektleitung: Valeska Flor
PostDoc-Projekt

 

Deutsche Zusammenfassung:

Die Veränderungen des Klimas - der sogenannte Klimawandel - hat nachhaltigen Einfluss auf alle sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Bereiche unserer Gesellschaft. Die Gesellschaft lebt allerdings in einer scharfen und wachsenden Trennung zwischen Klimawissenschaft/Klimatologie und Alltag. Vor allem die Frage nach den Ursachen, dem Verlauf und den alltäglichen Handlungsoptionen stehen in Konflikt zueinander. Die globale Natur, die historische Logik und die weit in die Zukunft projizierte Entwicklung des Klimas sind sozio-kulturelle Aspekte, die durch abstrakte wissenschaftliche Erkenntnisse vermittelt werden, aber oftmals weit vom alltäglichen Erfahrung- und Wissensbereich entfernt sind. In großen Teilen der Wissenschaften, den Medien und der Politik wird dennoch die Tatsache vertreten, dass menschliche Aktivitäten hauptsächlich für die Veränderungen des Klimas sind. Es darüber hinaus extrem wahrscheinlich ist, dass der menschliche Einfluss die dominante Ursache der beobachtbaren Erwärmung ist. Große Teile der Gesellschaft teilen diese Ansicht und gehen davon aus, dass trotz zukünftiger Unsicherheiten im Hinblick auf genaue Veränderungen des Klimas Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels ergriffen werden müssen. Engagierter Klimaschutz wird daher als notwendig betrachtet, um dieses Vorhaben umzusetzen. Neben staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen unterstützen Initiativen, Vereine und Organisationen, wie zum Beispiel Fridays for Future oder Climate Leadership Programme die Aktivierung von Klimaakteur*innen, indem sie lokale Akuter*innen auffordern, Klimaschutz-Projekte zu teilen oder zu initiieren. 

Das Forschungsprojekt untersucht aus kulturanthropologischer Perspektive, wie staatliche und nicht-staatliche Organisationen sowie Initiativen, Vereine und Programme gemeinsam mit den Expert*innen Klimawissen produzieren, diese Wissen transferieren und wie lokale Akteur*innen ihre alltäglichen Lebenswelten entlang dieses Wissens gestalten.

 

English summary:

Climate change has a lasting impact on all social, cultural, economic and political areas of our society. However, society lives in a sharp and growing separation between climate science/climatology and everyday life. Above all, the question of the causes, the course and the everyday options for action are in conflict with each other. The global nature, the historical logic and the projected climate development -  far into the future - are socio-cultural aspects which are on the one hand conveyed by abstract scientific findings. But on the other hand they are often far removed from everyday experience and knowledge. However, large parts of the sciences, the media and politics nevertheless advocate the fact that human activities for climate change. Moreover, it is extremely likely that mankind is the dominant cause of global warming. Large sections of society share this view and believe that measures must be taken to mitigate climate change despite future uncertainties about precise climate changes. Committed climate protection is therefore considered necessary to implement this plan. In addition to governmental and non-governmental organizations, initiatives, associations and other organizations, such as Fridays for Future or Climate Leadership Programmes, support the „activation“ of climate actors by encouraging locals to share or initiate climate protection projects.

The research project examines from a cultural anthropological perspective how governmental and non-governmental organizations as well as initiatives, associations and programs produce climate knowledge together with the experts, transfer this knowledge and how local actors shape their everyday lives along the lines of this knowledge.

 

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