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#ruhrgebiet: Alltagsweltliche Aushandlungen einer Region im sozioökonomischen Wandel (Arbeitstitel Dissertationsprojekt).

Projektstart: 07/2018
Projektleitung: Victoria Huszka

Das Dissertationsprojekt setzt sich mit der Frage auseinander, wie Instagramnutzer.innen in Visualisierungssozialitäten Vorstellungsbilder der Region Ruhrgebiet hervorbringen. Im Zentrum des Forschungsinteresses stehen Instagram-Visualisierungen im Ruhrgebiet, verstanden als Geflecht von Medienpraktiken, die als Positionierungen in der symbolisch-diskursiven Aushandlung der Region untersucht werden. Intendiert ist die Analyse dieser Visualisierungen hinsichtlich hegemonialer und konfligierender Imaginationen von Region, die das Vorhaben angelehnt an das Theoriegerüst der Kulturellen Politischen Ökonomie (Bob Jessop) als regionale imaginaries konzeptualisiert. Zu überprüfende These ist hierbei, inwiefern über Instagram-Visualisierungen auch Vorstellungen einer neuen ökonomische Identität der Region artikuliert und symbolisch produziert werden. Über das ethnographische Vorgehen mittels Interviews, teilnehmenden Beobachtungen und digitaler Ethnographie wird die Spezifik regionaler Inszenierungen und ihrer bildpraktischen Übersetzungen empirisch greifbar. Das Forschungsvorhaben soll zudem dazu beitragen, Vergemeinschaftungsprozesse im Kontext sozialer Medien und Region als kulturelle und soziale Prozesse im Anschluss an empirisch-kulturwissenschaftliche Raum- und Gemeindeforschungen zu verstehen und ihre Bedeutung für die alltagspraktische Produktion von Region herauszuarbeiten.

 

English summary:

In my dissertation project, I am working on Instagram-related practices in the German Ruhr. I am investigating the meaning of social media usage for the construction and negotiation of regional imaginaries (Bob Jessop) in a post-industrial region through interviews and participant observation.

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