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"Stadt - Raum - Bonn"

Stadt - Raum - Bonn

Leitung: Ruth Dorothea Eggel

Lehrforschungsprojekt 2019/20

 

Die Stadt ist ein vielfältiger Lebensraum für Menschen und damit ein komplexes Forschungsfeld der Kulturanthropologie. Hier werden gesellschaftliche Dynamiken sichtbar und kulturelle Konstellationen ausgehandelt. Die Lebenswelt und Praktiken der Akteur*innen werden symbolischen Dimensionen von Diskursen, Gesetzgebungen und Ordnungen gegenübergestellt, sowie den architektonischen und gebauten Orten, innerhalb derer verschiedene Praktiken verortet sind. Dabei sind Fragen des Raumes immer auch Fragen von kulturellen und gesellschaftlichen Ordnungen. Verschiedene Akteur*innen haben unterschiedliche Möglichkeiten sozialer, kultureller, ökonomischer, politischer und rechtlicher Partizipation. Fragen von Inklusion und Exklusion, Ein- und Ausschlussprozesse in der Stadt und an bestimmten städtischen Orten sind von zentraler Bedeutung für das Projekt. Wie wird Stadt von Akteur*innen wahrgenommen und genutzt? Welche Möglichkeiten der Gestaltung der Stadt bietet sie? Wie werden Räume zu „Angsträumen“ die als gefährlich erlebt werden und wo entstehen „Möglichkeitsräume“ für kreative Praktiken? Was haben imageträchtige Symbole und Personen wie Beethoven für die Bewohner*innen der Stadt mit Bonn zu tun? Welche Orte und Wahrzeichen sind für die Menschen in der Stadt von Bedeutung? Und wie kann die Stadt mit allen Sinnen neu erlebt und erfahren werden?

Das gemeinsame Forschungsprojekt untersucht Dynamiken von Urbanität, Stadt und Raum anhand des Beispiels der Stadt Bonn als kollektives Projekt. Die Lehrveranstaltung untersucht die Wechselwirkungen zwischen Architektur, gebauten Artefakten, Erfahrungen und Vorstellungen der Menschen und stellen die Frage, wie eine lebenswerte Stadt für Bewohner*innen geschaffen werden kann. Durch die Forschungsarbeit werden im Laufe des Projekts eine Vielzahl an heterogenen Perspektiven der Stadtbewohner*innen Bonns eingesammelt. Im Gesamtprojekt werden somit bereits Muster im Erleben und Beschreiben der Stadt erkennbar und es ergibt sich ein vielschichtiges intersubjektives Bild, das verschiedene Perspektiven von Diversität, Geschlecht und Interkulturalität berücksichtigt. Die Forschungsarbeit findet in Kooperation mit regionalen Kultureinrichtungen und Institutionen statt. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden im Anschluss an das Studienprojekt ab Sommer 2020 durch verschiedene Interventionen bzw. Publikationen einer breiten Öffentlichkeit vermittelt.

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