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Vortrag: Lars Winterberg: Fair. Solidarisch! Utopisch? Kulturwissenschaftliche Annäherungen an Formationen alternativen Wirtschaftens

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Vortragsreihe: Think Global - Act Local!?

Kurzübersicht
Art des Termins
  • Vortrag
Wann 13.06.2018
von 18:30 bis 20:00
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Dr. Lars Winterberg (Saarbrücken | Mainz)
Fair. Solidarisch! Utopisch? Kulturwissenschaftliche Annäherungen an Formationen alternativen Wirtschaftens

Ort: Übungsraum (EG), Abteilung Kulturanthropologie, Am Hofgarten 22


In Deutschland werden jährlich 13 Prozent des Bruttoinlandsproduktes von öffentlichen Stellen ausgegeben. Bund, Länder und Kommunen, aber beispielsweise auch Kirchen und Universitäten sind damit bedeutsame Akteure zur Gestaltung gegenwärtiger wie künftiger Wirtschaftsordnungen. Im Spannungsfeld utopischer Gesellschaftsentwürfe und neoliberaler Realitäten präsentiert sich der Faire Handel als Prototyp zeitgemäßer Wirtschafts- und Konsumweisen. Vor dem Hintergrund dominanter gesellschaftlicher Diskurse müssen Akteure u.a. kommunaler Verwaltungen im Dialog mit Handel und Produktion, Politik, Medien und Zivilgesellschaft sowie Institutionen des Fairen Handels die öffentliche Beschaffung – etwa von Lebensmitteln,
Berufsbekleidung, IT, Grabsteinen etc. – regelmäßig sicherstellen. Sie sehen sich dabei einer komplexen Rechtslage, abweichenden politischen Zielsetzungen, multiplen wirtschaftlichen Zwängen und medialen Logiken ausgesetzt. Der Vortrag von Lars Winterberg fragt nach beteiligten Akteuren, multiplen Praxen, Materialitäten und Diskursen in der Herausbildung spezifischer Formationen alternativen Wirtschaftens.

Zur Vortragsreihe: Think Global - Act Local!?

Wer oder was ist eigentlich gemeint, wenn es heißt wir müssten nachhaltiger wirtschaften? Ist Nachhaltigkeit längst zu einem neuen ‚Geschäftsfeld‘ geworden, das deren ökologische und soziale Komponente von ökonomischem Wachstum abhängig macht? Oder gibt es Projekte der Nachhaltigkeit, die deren ursprüngliche Bedeutung in lokale Kontexte übersetzen und vor dem Hintergrund aktueller kultureller, sozialer, ökologischer und technologischer Entwicklungen interpretieren? Und für uns als Kulturanthropolog_innen nicht unerheblich: Wie können wir uns Nachhaltigkeit als Forschungsgegenstand und -feld annähern und welches Wissen können wir beisteuern, um die Realisierung dieses globalen Projekts besser zu begreifen, zu kommunizieren und zu befördern?

Diesen und vielen weiteren Fragen soll sich die Vortragsreihe Kulturanthropologie: „Think global – act local!? Kultur- und Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Nachhaltigkeit“ im kommenden Sommersemester widmen. Herausgekommen ist ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm, dass Nachhaltigkeit als Forschungsfeld ebenso in den Blick nimmt wie als Vielzahl lokaler Projekte.

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