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FAQ

Allgemeines: Wissenschaftliches Schreiben und Arbeiten

Die Angaben im Leitfaden erscheinen mir unklar/verwirrend. Was tue ich bei offenen Fragen?

Jede Frage kann mit den betreuenden Dozent*innen besprochen werden. Darüber hinaus muss der Leitfaden nicht mit einem Gesetzestext verwechselt werden. Es ist wichtiger in der eigenen Arbeit ein konsistentes Format auszuwählen und beizubehalten, als sich verunsichern zu lassen.

Welchen Umfang hat eine Modulabschlussarbeit, bzw. eine Master-Arbeit?

Für die Modulabschlussarbeit sind 30.000 bis 50.000 Zeichen inkl. Leerzeichen und Anmerkungen, ohne Inhaltsverzeichnis, Literatur- und Quellenverzeichnis und Anhang. Das sind ungefähr 15-25 Seiten DIN A4.

Bei der Masterarbeit gelten die selben Vorgaben, nur liegt hier die Zeichenzahl bei 120.000 bis 240.000 Zeichen, also 60-120 Seiten DIN A4.

Welche Dinge muss ich beachten, um ein Plagiat zu vermeiden?

Generell gilt, dass alle inhaltlichen Übernahmen des Gedankenguts Anderer explizit kenntlich gemacht werden müssen. Im Besonderen müssen alle übernommen Begriffe, Textpassagen oder Paraphrasen zitiert werden. Sekundärzitate, also die Übernahme von Zitaten aus einem dazwischenstehenden Werk, sind zu vermeiden. Sollte die Originalquelle nicht über die Fernleihe oder die Bibliotheken zur Verfügung stehen, wird auf das Sekundärzitat mit dem Hinweis „zitiert nach“ hingewiesen. Dies gilt auch, wenn der Argumentation und Reihenfolge von Zitaten anderer Autor*innen gefolgt wird, obwohl man die betreffenden Quellen im Original angibt! Im Text muss dann erwähnt werden, dass die Struktur aus der Sekundärliteratur übernommen wurde. Die Originalquelle muss dann nicht zwangsläufig im Literaturverzeichnis aufgeführt werden.

 

Zitation

Welche Zitierweise soll ich verwenden? Deutsch mit Fußnoten oder amerikanisch im Fließtext?

Die Abteilung bevorzugt die amerikanische Zitierweise. In Absprache mit den Betreuer*innen kann die deutsche Zitierweise verwendet werden.

Wenn ich einen wissenschaftlichen Artikel aus dem Internet habe und hier (oder auch im PDF) keine Seitenzahlen vorhanden sind, wie zitiere ich dann mit der amerikanischen Zitierweise? Lasse ich die Seitenzahl einfach weg oder könnte man dann beim Lesen denken, ich hätte sie vergessen/verschwiegen? Oder schreibe ich z.B. (Autor*in Jahr: ohne Seite)?

PDF-Dokumente werden im Normalfall durch die PDF-Programme paginiert. Auch wenn das Dokument in sich keine Seitenzahlen aufweist, kann man sich an die Seitenzahlen des PDF-Dokuments halten.

Bsp: Autor*in Jahr: pdf S. X-XX.

Wenn überhaupt keine Seitenangaben vorhanden sind (html-Ansicht) dann, ja, “ohne Seite” oder, wenn möglich, unter Angabe von Absätzen zitieren.

Bsp.: Autor*in Jahr: ohne Seite, Absatz x-xx.

Wie wird ein Interview oder eine Internetquelle im Fließtext in Kurzform zitiert?

Das Schema der Kurzzitation sollte genügend Informationen enthalten, um das entsprechende Interview im Quellenverzeichnis auffinden zu können.

Bsp: Interview Name/Pseudonym Datum: Zeilen und/oder Seitenzahl der Transkription (vgl. hierzu Leitfaden Februar 2019: 17). Das Schema muss entsprechend der Zitationsart (amerikanisch/deutsch) angepasst werden.

Wie muss aus einem Feldtagebuch zitiert werden?

Es sollte wohl im Quellenverzeichnis genannt werden, muss ja aber nicht in den Anhang gepackt werden?

Wird aus einem Feldtagebuch zitiert, muss dieses auch, zumindest der entsprechenden Absatz, aus dem zitiert wird, in den Anhang, z.B. als digitaler Text oder, wenn handschriftlich geführt, als Foto (siehe Abschnitt “Anhang” im Leitfaden). Zitate müssen nachprüfbar sein!

Reicht hier auch im Text eine kurze Angabe wie “Auszug aus dem Feldtagebuch vom X”?

Das Feldtagebuch sollte bestenfalls paginiert sein, damit daraus zitiert werden kann. Die Zitationsangabe im Fließtext sollte der Angabe im Quellenverzeichnis entsprechen.

Kann ich aus einem Blog zitieren, der aber anonym gehalten werden soll? Wenn ja, wie?

Es können Screenshots angefertigt werden, die dann im Anhang zu finden sind. Die Screenshots sollten entsprechend anonymisiert/zensiert und auch anonymisiert benannt werden, um im Text darauf Bezug nehmen zu können. Wichtig ist: Es muss nachvollziehbar bzw. nachweisbar sein, dass der Blog tatsächlich existiert.

(Siehe auch Leitfaden Modulabschlussarbeiten und Masterarbeit S. 15: 6. Zitieren aus Social Media sowie hier: http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wie-zitiere-ich-korrekt-aus-social-media/ (Stand 05.02.2019)).

 

Datenschutz und Anonymisierung

Ist es in Ordnung, wenn ich Interviewpartner*innen nicht anonymisiere, die zugestimmt haben?

Grundsätzlich ist es für alle Beteiligten von Vorteil, immer und durchgehend zu anonymisieren – nicht nur, aber auch, weil evtl. durch nicht anonymisierte Personen Rückschlüsse auf das konkrete (Um-)Feld und damit auch anonymisierte Personen gezogen werden könnten. Trotz gegebener Zustimmung kann es auch immer wieder vorkommen, dass Personen hinterher ihre Meinung ändern. Mit einer durchgängigen Anonymisierung vermeidet man solche Fälle und ist beidseitig auf der sicheren Seite. Dennoch kann es Ausnahme-/Sonderfälle geben, in denen eine Anonymisierung überhaupt keinen Sinn macht, z.B. bei Expert*innen oder Personen des öffentlichen Lebens. Sollten Unsicherheiten auftauchen, besprechen Sie diese bitte mit Ihren Betreuer*innen.
Für eine vollständige Vermeidung von Rückschlüssen kann auch die Anonymisierung der Wohnorte, bzw. Lebensräume oder von Arbeitsstellen, Vereinen, etc. der interviewten Personen notwendig sein.

 

Visualisierungen im Text (Abbildungen wie z.B. Fotos, Screenshots, etc.)

Soll ich Bilder direkt in den Text packen oder lieber in den Anhang?

Um das Geschriebene direkt und ohne Umstände (ohne Suchen im nur digital auf cd vorhandenen Abbildungsverzeichnis) zu veranschaulichen, gibt es zwei Optionen:
a) Direkter Verweis: Integrierung der Abbildung inkl. Bildunterschrift direkt in den Fließtext
b) Indirekter Verweis: Nennung der Abbildung im Fließtext in Klammern (Abb. 1) und Anhängen der Abbildung im Abbildungsverzeichnis.
Beide Optionen sind in Masterarbeiten bereits umgesetzt worden. Option a) bietet sich als die bessere an, da der Verweis direkter ist, das Quellenverzeichnis nicht „künstlich“ aufgeplustert wird (vor allem wenn es sich nur um eine Abbildung handelt) und die Auffindbarkeit der Abbildung kein Problem darstellt. Die Quellenangabe kann, je nach Länge, in einer Fußnote angemerkt oder im Abbildungsverzeichnis aufgeführt werden. Je nach Länge funktioniert die Quellenangabe auch direkt unter dem Bild.

 

Anhang

Reicht es im Dokument, das die Masterarbeit enthält, am Ende das Verzeichnis des Anhangs einzufügen, die eigentlichen Interviews, Protokolle, etc. des Anhangs aber als separat gespeicherte Dokumente auf CD zu speichern?

Beide Versionen sind möglich: Entweder a) den Anhang in das Gesamtdokument integrieren (evtl. aber evtl. komplizierter im Hinblick auf die Seitenzahl) oder b) ein gesondertes Dokument „Anhang“ erstellen, um im Fließtext auf die richtigen Stellen im Anhang verweisen zu können. Grundsätzlich gilt aber, dass sowohl in einem Gesamtdokument (Arbeit + Anhang) als auch in der Arbeit ein Inhaltsverzeichnis des Anhangs zu finden sein muss.

Muss die Arbeit plus Anhang in Form einer CD abgegeben werden oder geht auch ein USB-Stick oder PDF per Mail?

Aus Archivierungsgründen/-vorgaben und wegen der Vernichtung nach Ablauf der Aufbewahrungsfirst sollte die Arbeit in Gänze definitiv auf CD gespeichert werden. Zusätzlich per Mail, ja, aber nicht ausschließlich per Mail.

 

Literaturverzeichnis

Wie werden Autor*innen im Text und im Literaturverzeichnis abgekürzt?

Bei Erstnennung werden im Fließtext die Vor- und Nachnamen der Autor*innen genannt. Danach wird nur noch der Nachname aufgeführt. Sollte eine Quelle mehr als eine*n Autor*in haben, werden diese mit Querstrich getrennt und bei mehr als drei Autor*innen mit et al. abgekürzt. Spätestens im Literaturverzeichnis sollten aber alle Autor*innen einmal namentlich genannt werden.

Muss die erste Auflage von Publikationen im Literaturverzeichnis genannt werden?

Die ersten Auflage sollte genannt werden, wenn sie sich von den folgenden Auflagen stark abhebt, etwa wenn ein großer zeitlicher Abstand dazwischen liegt oder der Inhalt stark abweicht. Spätestens die zweite Auflage wird aber immer genannt.

Wie werden mehrere Publikationen der*sselben Autors*in im selben Jahr unterschieden?

Bei der Zitation im Fließtext (amerikanisch) und im Literaturverzeichnis wird hinter dem Jahr alphabetisch mit a,b,c unterschieden. In der deutschen Zitierweise dienen die verschiedenen Kurztitel der Unterscheidung.

 

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